Psychologische Unterstützung für Senioren, Angehörige und Pflegende
Viele Menschen erleben im höheren Lebensalter Herausforderungen wie innere Unruhe, Ängste, depressive Verstimmungen, erste Hinweise auf Demenz oder eine zunehmende Überforderung im Alltag. Psychologische Unterstützung für Senioren kann entlasten und dabei helfen, den Alltag wieder zu ordnen.
Für Angehörige kann diese Zeit ebenfalls belastend sein, besonders dann, wenn sich durch eine Demenzerkrankung vertraute Beziehungen verändern oder die Sorge um einen nahestehenden Menschen immer mehr Raum einnimmt.
Auch beruflich Pflegende geraten häufig an ihre Grenzen, wenn hohe Verantwortung, komplexe Situationen und der tägliche Umgang mit Krankheit, Trauer und emotionalen Anforderungen dauerhaft Kraft kosten.
Unterstützung und psychologische Hilfe im höheren Lebensalter
FÜR SENIOREN
Wie Veränderungen im Alter das Leben prägen
Mit dem Älterwerden verändert sich vieles: Der Alltag bekommt eine neue Struktur, der Körper zeigt seine Geschichte. Zudem verändern sich oft Denken, Fühlen und Handeln. Was einst selbstverständlich war, gerät möglicherweise ins Wanken. Somit erleben viele ältere Menschen diese Phase als Zeit seelischer Veränderungen, in der auch psychische Belastungen deutlicher spürbar werden können. Oft wird der Freundeskreis kleiner, Rollen in Familie und Gesellschaft können sich verschieben – manchmal passiert dies schleichend, manchmal abrupt. Schließlich können Krankheiten Lebenspläne durchkreuzen oder ein Verlust das ganze Leben auf den Kopf stellen. Folglich können Einsamkeit, Ängste und Depressionen entstehen. Überdies rückt auch das Thema Demenz bei vielen in den Fokus.
Neue Freiheiten und neue Herausforderungen im Alter
Mit dem neuen Lebensabschnitt eröffnen sich für Senioren auch neue Freiheiten und Freiräume – und diese neue Zeit will gestaltet werden. Wenn Aufgaben und Impulse ausbleiben, breiten sich schnell Langeweile, Einsamkeit oder Antriebslosigkeit aus. Dann können körperliche Beschwerden, Ängste oder depressive Verstimmungen zunehmen. Häufig entsteht dadurch das Gefühl, nicht mehr dazuzugehören oder sich im eigenen Leben fremd zu fühlen. Solche seelischen Belastungen im Alter können unterschwellig wachsen und das Wohlbefinden deutlich beeinflussen.
Das kann verunsichern – besonders dann, wenn vertraute Aktivitäten nicht mehr möglich sind, sich Beziehungen verändern oder der Alltag seine gewohnte Struktur verliert. Das Älterwerden ist ein tiefgreifender Wandel auf mehreren Ebenen – körperlich, seelisch und sozial. Durch psychologische Beratung im Alter können Sie lernen, mit Veränderungen wie Einsamkeit oder Trauer besser umzugehen oder einen hilfreichen, verständnisvollen Umgang mit Demenz zu entwickeln.
Gleichzeitig eröffnet die neu gewonnene Zeit auch Chancen. Zum Beispiel für persönliche Interessen, neue Erfahrungen oder lang aufgeschobene Wünsche. Viele Menschen entdecken mitunter im Ruhestand kreative Seiten an sich. Manche vertiefen Freundschaften oder genießen bewusst kleine Alltagsmomente. Ohne den Druck eines vollen Terminkalenders entsteht vielmehr Raum für Selbstfürsorge, innere Einkehr und neue Orientierung. Ich möchte Sie gerne dabei unterstützen, Ihre Potentiale zu erkennen.
Mögliche Themen
Selbstfürsorge im Alter – sich selbst wieder wichtig nehmen
Viele ältere Menschen erleben ähnliche Herausforderungen – und doch ist jede Lebenssituation einzigartig.
In der psychologischen Beratung im Alter geht es darum, Ihre persönliche Lage wirklich zu verstehen: Ihre Gedanken, Gefühle und Belastungen ernst zu nehmen und gemeinsam einen Weg zu finden, der zu Ihnen passt.
Für ein psychisch gesundes Altern – für mehr Lebensfreude und neue Energie.
Beratungsformen für Senioren
Einzelsprechstunde
Persönliche Themen besprechen.
Depressionen und Ängsten begegnen.
Trauern und loslassen.
Veränderungen akzeptieren.
Beziehungs- und Familiensprechstunde
Konflikten begegnen.
Verständnis entwickeln.
Anders kommunzieren.
Gemeinsamkeiten (wieder) entdecken.
FÜR ANGEHÖRIGE
Psychologische Hilfe für Angehörige – wenn Eltern, Partner und Freunde altern
Menschen zu begleiten, kann erfüllend und verbindend sein – aber auch anstrengend, körperlich und emotional fordernd oder zu Konflikten führen. Wenn sich Eltern oder Partner durch Alter, Krankheit oder Lebenskrisen verändern, verändern sich oft vertraute Verhaltensweisen und neue Eigenheiten treten an ihre Stelle.
Das kann tief berühren, aber auch verunsichern und belasten.
Überforderung von Angehörigen – zwischen Nähe, Pflichtgefühl und Erschöpfung
Viele Angehörige übernehmen Pflege- oder Betreuungsaufgaben – regelmäßig, spontan oder in Ausnahmesituationen. Was aus Verbundenheit, Verantwortung oder Selbstverständlichkeit geschieht, kann mit der Zeit schließlich zur Belastung werden.
Nicht selten stoßen Angehörige dabei an ihre Grenzen: Es entstehen Spannungen, Schuldgefühle oder das Gefühl, allem nicht mehr gerecht zu werden. Für viele Menschen wird insbesondere der Umgang mit Demenz zu einer Herausforderung, die das eigene Leben und das Miteinander stark verändert.
Dadurch verändern sich vertraute Beziehungen, Nähe mischt sich mit Erschöpfung, Fürsorge mit Frust. Eigene Bedürfnisse rücken dabei in den Hintergrund, persönliche Auszeiten werden selten. Was früher selbstverständlich war – Ruhe, soziale Kontakte, Hobbys – wird somit zur Ausnahme. Sich selbst nicht aus dem Blick zu verlieren, wird dementsprechend zur ständigen Herausforderung.
Psychologische Hilfe für eine gute Balance zwischen Fürsorge und Selbstfürsorge
In der psychologischen Beratung geht es darum, Ihre Situation zu ordnen, Belastungen besser zu verstehen und neue Handlungsspielräume zu entdecken. Wir schauen gemeinsam, was Ihnen Kraft gibt und wie Sie Fürsorge für andere und sich selbst in ein gesundes Gleichgewicht bringen können.
Ziel ist es somit, Ihre innere Stabilität zu stärken, Orientierung zu gewinnen und neue Wege im Alltag zu finden.
Mögliche Themen
Jeder erlebt psychische Belastungen anders
Was für den einen gut zu bewältigen ist, kann hingegen für den anderen zur echten Herausforderung werden.
In der Beratung für Angehörige geht es darum, Ihre Situation in Ruhe anzuschauen – mit allem, was dazugehört. Was funktioniert gut? Wo wird es zu viel? Wo brauchen Sie Hilfe? Wichtig ist, es darf alles offen angesprochen werden – ohne Scham oder schlechtes Gewissen.
Ich begleite Sie dabei, neue Handlungsspielräume zu entdecken und herauszufinden, was für Sie entlastend sein kann. Zudem haben auch schwierige oder „tabuisierte“ Gefühle hier ihren Platz.
Ziel ist es, passende Strategien zu entwickeln. Schritt für Schritt, orientiert an dem, was für Sie möglich und hilfreich ist und zu Ihrem Leben passt.
Wenn Sie sich neben der psychologischen Unterstützung auch über ganz praktische Fragen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, zu gesetzlichen Regelungen und finanziellen Hilfen informieren möchten, finden Sie auf der Seite „So vereinbaren Sie Pflege und Beruf“ einen hilfreichen Überblick.
Beratungsformen für Angehörige
Einzelsprechstunde
Gefühle und Gedanken sortieren.
Krisen überwinden.
Entlastung finden.
Handlungsmöglichkeiten entwickeln.
Beziehungs- und Familiensprechstunde
Grenzen respektieren.
Veränderungen akzeptieren.
Herausforderungen annehmen.
Verständnis entwickeln.
FÜR BERUFLICH PFLEGENDE
Arbeiten mit Herz – unter hoher Belastung
Pflegende tragen viel Verantwortung. Oft arbeiten sie dabei mit großer Hingabe, aber auch unter erheblichem Druck. Der Pflegealltag fordert entsprechend körperlich und psychisch. Nicht selten geraten dadurch die eigenen Bedürfnisse aus dem Blick.
Pflege – Zwischen Anspruch, Alltag und Erschöpfung
Emotionale Belastungen, schwierige Kommunikation, fehlende Abgrenzung oder Doppelbelastung durch Familie und Beruf gehören zum Alltag vieler Pflegender. Zudem können Konflikte im Team, mit Vorgesetzten oder Angehörigen dauerhaft zermürbend sein.
Psychologische Hilfe für die Helfenden
In der psychologischen Beratung haben Sie die Möglichkeit, Ihre Gedanken zu ordnen, Belastungen anzusprechen und mitunter neue Perspektiven zu entwickeln. Ziel ist es, Ihre Potentiale zu erkennen und zu stärken, gesunde Grenzen zu setzen und folglich langfristig gut für sich zu sorgen. Damit Pflege mit Herz möglich bleibt, ohne dass Sie selbst auf der Strecke bleiben.
Mögliche Themen
Selbstfürsorge im Pflegeberuf – psychologische Unterstützung für Pflegende
Pflege bedeutet stets Einsatz – körperlich, emotional und menschlich. Denn wer beruflich pflegt, ist täglich gefordert: zwischen Zeitdruck, Erwartungen, Konflikten im Team und dem Wunsch, allen gerecht zu werden. Viele spüren demzufolge Erschöpfung, Frust oder auch das Gefühl, nicht mehr richtig abschalten zu können. In der Beratung geht es darum, psychische Belastungen abzubauen und Abstand zu gewinnen. Vielleicht auch zu lernen, selbst Hilfe anzunehmen. Dementsprechend ist es Ziel, das eigene Denken und Handeln zu sortieren und neue Möglichkeiten im Umgang mit dem Arbeitsalltag zu entdecken. Und vor allem geht es darum, sich wieder wohl zu fühlen und ein zufriedeneres Leben zu leben.
Beratungsformen für Pflegende
Einzelsprechstunde
Raum für persönliche Reflexion, emotionale Entlastung und individuelle Stärkung im Pflegealltag.
Themen aus der Tabuzone holen.
Wieder zu sich selbst finden.
Beziehungs- und Familiensprechstunde
Wenn Pflegen das Miteinander belastet und zu Konflikten führt.
Gespräche gemeinsam mit Kollegen, Vorgesetzten, Betreuungspersonen oder deren Angehörigen.
